Cuscuz de Galinha (Brasilien)
GEDÄMPFTES HÄHNCHEN
MIT MAISMEHL UND GEMÜSEN

 

Für 8 Personen

Ein Hähnchen, 1¼ bis 2 kg schwer, in 6 bis 8 Teile tranchiert
¼ Tasse weißer Essig
¼ Tasse frisch ausgepreßter Zitronensaft
¼ Tasse Olivenöl
½ Tasse grobgehackte Zwiebeln
¼ Teelöffel feingehackter Knoblauch
¼ Tasse feingehackte, frische Petersilie
1 Teelöffel Korianderkörner
1 Teelöffel getrocknetes Bohnenkraut
½ Teelöffel feingehacktes frisches Minzkraut
1 Teelöffel Salz
¼ Teelöffel frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 große Tomate, gehäutet, entkernt und grob zerhackt (siehe salsa cruda)
1 Tasse Hühnerbrühe

 

DAS HÄHNCHEN: Die Fleischteile in einer Lage in eine große flache Kasserolle oder Pfanne geben. In einem kleinen Topf aus Emaille oder rostfreiem Stahl Essig, Zitronensaft, Öl, Zwiebeln,Knoblauch, Petersilie, Korianderkörner, Bohnenkraut, Minze, Salz und schwarzen Pfeffer vermengen und bei starker Hitze zum Kochen bringen. Die heiße Marinade wird über das Hähnchen gegossen. Man wendet die Teile, damit sie gleichmäßig bedeckt sind, und verschließt das Gefäß fest mit Alu- oder Plastikfolie. Das Fleisch muß 3 Stunden bei Zimmertemperatur oder 6 Stunden im Kühlschrank stehen und währenddessen mehrmals gewendet werden, damit es ständig auf allen Seiten feucht bleibt.

Die Marinade mit dem Hähnchen in der Kasserolle bei starker Hitze zum Kochen bringen. Dann die Temperatur herunterschalten und ohne Deckel 10 Minuten lang sieden lassen. Die zerhackten Tomaten und die Hühnerbrühe hineinrühren, zum Kochen bringen, wieder auf niedrige Temperatur schalten und zugedeckt 30 Minuten schmoren. Die Fleischstücke sollen dann weich sein, aber nicht zerfallen. Man hebt sie heraus auf eine Platte und nimmt die Kasserolle vorn Herd.

Sobald das Hähnchen so weit abgekühlt ist, dass man es anfassen kann, die Haut abziehen und das Fleisch von den Knochen lösen. Es wird in ½ cm breite und etwa 3 cm lange Streifen geschnitten. Die Brühe durch ein Haarsieb gießen, in die Kasserolle zurückschütten, die Fleischstreifen hineinlegen und beiseite stellen.

 

2 Eßlöffel Öl
250 g Knoblauchwurst, in 3 mm dicke Scheiben geschnitten

 

DIE WURST: In einer mittelgroßen Pfanne 2 Eßlöffel Öl über starker Temperatur erhitzen. Darin werden die Wurstscheiben ständig gewendet und kurz auf beiden Seiten angebräunt. Dann hebt man sie heraus und verteilt sie zum Abtropfen auf Küchenkrepp

.

600 g weißes Maismehl
1 Teelöffel Salz
¼ l kochendes Wasser
250 g zerlassene Butter
¼ Tasse feingehackte, frische Petersilie
3 konservierte Chillies, abgetropft, in kaltem Wasser gewaschen und feingehackt

 

DAS MAISMEHL: Es wird gleichmäßig in eine große, ungefettete Pfanne gestreut und auf Mittelhitze gestellt. Man muß es etwa 5 Minuten lang ständig mit dem Holzlöffel rühren. Da es auf keinen Fall an irgendeiner Stelle anbrennen darf, gegebenenfalls die Temperatur regulieren. Wenn das Maismehl einen leichten Goldton angenommen hat, erst 1 Teelöffel Salz dazu rühren und langsam unter ständigem Rühren das kochende Wasser hineingießen. Für 2 Minuten auf niedriger Hitze lassen, bis die Flüssigkeit absorbiert ist. Dann die Pfanne vom Herd nehmen und die flüssige Butter sowie die Petersilie dazutun. Diese Mischung in kleinen Portionen zu der Brühe mit dem Fleisch rühren. Wenn alles gut vermengt ist, kommen außerdem die Wurstscheiben und die Chillies hinzu. Alles muß jetzt eine solche Konsistenz haben, dass man einen Löffel voll davon zwischen den Handflächen zu einem lockeren Bällchen rollen kann. Wenn das Maismehl noch zu trocken und krümelig sein sollte, muß es mit ein wenig Hühnerbrühe oder Wasser gebunden werden. Auf keinen Fall zu viel Flüssigkeit nehmen, damit das Maismehl nicht breiig, sondern nur feucht wird.

 

3 große Tomaten, gehäutet und in 3 mm dicke Scheiben geschnitten
220 g Palmenherzen (Palmito) aus der Konserve, abgetropft und in 3 mm dicke Scheiben geschnitten
3 hartgekochte Eier, quer in dünne Scheiben geschnitten
12 mit Pimiento gefüllte Oliven, quer in 3 mm dicke Scheiben geschnitten
1 Tasse gekochte, frische grüne Erbsen oder 1 Tasse vollkommen aufgetaute Tiefkühl-Erbsen
3 kernlose Orangen, geschält und quer in 3 mm dicke Scheiben geschnitten

 

DAS DÄMPFEN: Einen etwa 25 cm breiten, feingelöcherten Durchschlag mit Butter oder Öl ausstreichen und unten in die Mitte eine große Tomatenscheibe legen. Um die Scheibe herum ein dekoratives Muster aus Palmenherz-Scheiben, hartgekochten Eiern, Tomaten und Oliven arrangieren. Es sollte die Seitenwände des Durchschlags so hoch wie möglich bedecken. Dann ein Drittel der Mais- und Fleischmischung mit dem Löffel hineingeben, leicht zusammendrücken und glattstreichen. Darüber eine Lage Erbsen streuen, über die Erbsen die Hälfte der übriggebliebenen Eier, Tomaten, Oliven und Palmenherz-Scheiben verteilen und nun wiederum ein weiteres Drittel Maismehl-Mischung auflegen. Sie wird ebenfalls leicht zusammengedrückt und glattgestrichen. Wenn die restlichen Erbsen und die anderen Zutaten verteilt sind und das letzte Drittel Teig glattgestrichen ist, kommt ein großes Stück Alufolie über den Durchschlag. Man drückt die Enden der Folie unter den oberen Rand des Durchschlags, damit er fest wie ein Einweckglas geschlossen ist.

Er wird in einen großen Topf gehängt, der so tief sein muß, dass zwischen dem hineingegossenen Wasser und dem Durchschlag noch 4 cm Platz bleibt. Das Wasser über starker Hitze zum Kochen bringen, den Topf fest zudecken und die Temperatur herunterschalten. Der cuscuz braucht 50 Minuten, bis er gar ist. Während dieser Zeit gelegentlich die Wassermenge prüfen und das Verdampfte erneuern.

DAS SERVIEREN: Einen großen Teller oder eine runde Platte umgedreht auf den Durchschlag legen, beides fest aneinander drücken und stürzen. (Wenn die Griffe des Durchschlags nach oben stehen, muß der Teller unbedingt so klein sein, dass er zwischen sie paßt - also gegen den Rand des Durchschlags gepreßt werden kann. Wenn die Griffe waagerecht angebracht sind, darf der Teller ein beliebiges Format haben.) Bei einem kräftigen Ruck auf die Tischplatte müßte der cuscuz aus dem Durchschlag gleiten. Sollten einige Scheiben von der Garnierung hängenbleiben, kann man sie mit der Messerspitze lösen und an ihren Platz zurücklegen. Wenn die Garnierung überhaupt leicht deformiert und unansehnlich ist, wird sie durch frische, in Scheiben geschnittene Tomaten, Eier und so weiter ersetzt. Man serviert den cuscuz heiß und reicht dazu Orangenscheiben.


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